Deisendorf, Tettnang und Salem

- Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“      (SBBZ ESE)
- Private, staatlich anerkannte Ersatzschule
- Grund- und Werkrealschule
- Förderschule
- Sonderberufsfachschule (berufsvorbereitend)

 

 

Janusz-Korczak Schule (JKS)
Riedbachstrasse 7
88662 Überlingen
Tel. 07551 95 10 30
Kontaktformular

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In Überlingen-Deisendorf, in unserer Außenstelle in Tettnang und in unserer Außenstelle in Salem-Neufrach unterrichten wir Schüler/innen, die aufgrund ihres besonderen Förderbedarfs im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung keine allgemeinbildende Schule besuchen können.

In jahrgangsübergreifenden Kleingruppen erhalten die Schüler/innen gezielte Hilfen zur Verbesserung ihres Sozial- und Lernverhaltens. Dies wird bei Bedarf durch Einzelsituationen ergänzt. Individuelle Fördermaßnahmen ermöglichen es ihnen, Lernblockaden zu überwinden und Leistungsdefizite abzubauen. Primäres Ziel ist die Rückschulung an die entsprechende Regelschule. Unsere Schüler/innen können jedoch alternativ auch an der der Janusz-Korczak-Schule als staatlich anerkannter Ersatzschule den Abschluss der Förderschule, der Hauptschule oder der Werkrealschule erreichen.

Für berufsschulpflichtige Schüler/innen, denen im ersten Lebensabschnitt nach dem Abschluss der Haupt- oder Förderschule aufgrund mangelnder Ausbildungsreife noch kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht, bieten wir in Salem-Neufrach eine einjährige berufsvorbereitende Sonderberufsfachschule (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf) an.

Ebenfalls dort befindet sich unsere „Werk-Statt-Schule“ für Schüler/innen ab Klassestufe 6, die mit schulischen Inhalten nicht mehr erreichbar sind und die gezielt auf die Welt der Arbeit vorbereitet werden sollen. In beiden Fällen erleichtern vielfältige Formen der beruflichen Orientierung durch unsere Berufsintegrationshilfe den Übergang in eine Berufsausbildung. Der Besuch der Janusz-Korzak-Schule wird bei Bedarf mit dem abgestuften Betreuungsangebot der Linzgau Kinder- und Jugendhilfe kombiniert.


Weiterführende Informationen


Unterricht mit Fördermaßnahmen

Die Schüler/innen erhalten gezielte und individualisierte Hilfe in jahrgangsübergreifenden Kleingruppen, damit sie ihre nächsten Entwicklungsschritte im sozialen und emotionalen Bereich gehen können. Bei Bedarf werden die Hilfen durch Einzelsituationen ergänzt.

Sowohl für ihr Sozialverhalten als auch für ihr Lernverhalten bekommen die Schüler/innen Strategien an die Hand, die Bewältigung von persönlichen Lebensaufgaben wird unterstützt und Herausforderungen im Bereich des emotionalen Erlebens werden begleitet.

Individuelle Fördermaßnahmen ermöglichen es ihnen, Lernblockaden und Schulängste zu überwinden, Leistungsdefizite abzubauen, Konfliktfähigkeit zu trainieren und Autonomie und Identität auszubilden.

Als sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ ist die Janusz-Korczak-Schule als Durchgangsschule konzipiert. Daraus ergibt sich als Hauptziel die Reintegration der Schüler/innen in eine allgemeinbildende Regelschule.

Falls die Rückschulung nicht erreicht werden kann, wird ein möglichst guter Abschluss (Werkrealschulabschluss, Hauptschulabschluss, Abschluss der Förderschule, Abschluss der berufsvorbereitenden Sonderberufsfachschule) bzw. die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht oder der Berufsschulpflicht angestrebt. Dazu gehören die Entwicklung einer realistischen Lebensperspektive nach der Schule und ein erfolgreicher Übergang in den darauf folgenden Lebensabschnitt. Vielfältige Formen der beruflichen Orientierung, wie die internen und externen Firmentage, erleichtern dabei den Übergang in eine Berufsausbildung.

 

Zielgruppe & Aufnahmekriterien

Zur Zielgruppe des Leistungsangebotes gehören Kinder und Jugendliche im Aufnahmealter von 6 bis 17 Jahren mit Förderungs-, Unterstützungs- und Hilfebedarf, wie er nach § 27 ff. SGB VIII angezeigt ist, sofern für die Kinder und Jugendlichen der entsprechende sonderpädagogische Förderbedarf im Sinne des SBBZs mit dem Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ durch das Staatliche Schulamt festgestellt wurde.

 

Unsere Konzepte sind speziell auf solche Schülerinnen und Schüler ausgerichtet:

  • die bedingt durch psychosoziale, soziokulturelle und sozio-ökonomische Faktoren in ihrem Entwicklungs- und Lernprozess so beeinträchtigt sind, dass eine erfolgreiche schulische Förderung an einer allgemeinbildenden Regelschule zeitweise oder dauerhaft nicht bzw. noch nicht möglich ist.
  • deren Probleme in ihrem Lernverhalten auf Teilleistungsstörungen wie Lese- und Rechtschreibschwäche oder Aufmerksamkeitsdefizite mit Hyperaktivität (ADS/ADHS) zurückzuführen sind.
  • die auf Grund psychischer Entwicklungsstörungen oder Erkrankungen Verhaltensweisen entwickelt haben, die einer sozialen Integration in der Schule im Wege stehen.
  • die als Reaktion auf vielfältige belastende Erfahrungen in ihrer Biographie (wie etwa Gewalterfahrungen, sexueller Gewalt, dysfunktionales Familiensystem ...) Verletzungen erfahren haben, die es ihnen schwer oder unmöglich machen, soziale Bindungen einzugehen.
  • die kinder- und jugendpsychiatrische Krankheitsbilder zeigen, wie sie beispielsweise im ICD-10, Kapitel V beschrieben werden, sodass sie von seelischer Behinderung bedroht oder betroffen sind, deren soziale Anpassungsfähigkeit und schulische Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt sind.

 

Zielsetzung

Die Arbeit mit den Schüler/innen wird laut Bildungsplan für das SBBZ mit dem Förderschwerpunkt „emotional und soziale Entwicklung“ neben lehrstoffbezogenen Zielen primär von den ganz individuellen, pädagogischen Zielen bestimmt.

Diese beziehen sich vor allem auf:

  • die Persönlichkeitsentwicklung
  • die emotionale Kompetenz
  • die soziale Kompetenz
  • das Lern- und Arbeitsverhalten

Durch die Verbindung von sonderpädagogischer Lern- und Entwicklungsförderung, Alltagsstrukturierung und therapeutisch wirksamen Angeboten mit sozialpädagogischen Jugendhilfemaßnahmen werden der gesetzliche Auftrag und die im Hilfeplan nach § 36 SGB VIII vereinbarten Zielsetzungen umgesetzt und verfolgt.


Ausführliche Informationen zur Zielsetzung


Diese Zielsetzungen können u. a. sein:  


a) Psychische und emotionale Stabilisierung durch:

  • das schrittweise Heranführen an die Grundanforderungen des schulischen Alltags
  • die Erarbeitung individueller, persönlich stärkender Handlungsspielräume
  • die Entwicklung und Stärkung vorhandener individueller Ressourcen

 

b) Erleben einer Atmosphäre von Sicherheit und Wertschätzung durch:

  • das Gewährleisten eines Schutz und Geborgenheit bietenden Lebensraums
  • Beziehungs- und Bindungssicherheit durch eine/n verlässliche/n Bezugslehrer/in
  • die Gestaltung eines strukturierten Alltags
  • das Benennen und Einfordern von Grenzen

 

c) Ausbau von sozial angemessenem Verhalten, insbesondere durch:

  • Reflexion und Aktivierung der individuellen Stärken
  • Hinführung an eine Akzeptanz des persönlichen Unterstützungsbedarfes
  • Unterstützung und Hilfestellung zur Annahme der unterstützenden Angebote
  • Anleitung zu einem angemessenen Umgang mit den eigenen Störungsbildern
  • Einüben von sozialen Verhaltensweisen und Regelakzeptanz

 

d) Individuelle Beschulung und sonderpädagogische Begleitung im Schulalltag mit diesen Zielen:

  • Eröffnen eines Zugangs zu einem angemessenen Bildungsangebot
  • Aufbau von Lernmotivation und Hilfestellung für die Entwicklung von Lernkompetenz in einem beschützten Rahmen
  • Vermitteln grundlegender personaler und sozialer Kompetenzen gemäß dem Bildungsplan
  • Förderung und Weiterentwicklung der lebenspraktischen Kompetenzen und der Fähigkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven Entwicklung gemäß den jeweiligen Bildungsplänen der allgemeinbildenden Schulen
  • Begleitung und Rückschulung in eine Regelschule vor Ort
  • Durchführung von Abschlussprüfungen im Bildungsgang der Förder-, Haupt- oder Werkrealschule bzw. der berufsvorbereitenden Sonderberufsfachschule

 

e) Entwickeln von Lebens- und Zukunftsperspektiven durch:

  • Einbeziehung des familiären Umfelds und seiner Erziehungsbedingungen
  • Unterstützung und Begleitung bei der beruflichen Orientierung
  • Auf- und Ausbau eines sozialen Netzwerks zur nachhaltigen Integration
  • Aktivität und Teilhabe im gesellschaftlichen Kontext

 
Für weitere Informationen stehen Ihnen die Bereichsleiterin Frau Beurer zur Verfügung.